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Touristikmesse ITB: Deutschland reist mehr - Tourismuswirtschaft auf Wachstumskurs

Als überbordend kann man die derzeitige Stimmungslage in der Reiseindustrie in Deutschland beschreiben. Bei der ITB Tourismusmesse in Berlin, auf der sich bis einschließlich Sonntagabend 10.000 Firmen aus 186 Nationen und Urlaubsregionen vorstellen, herrscht überall Euphorie. "Das Jahr 2017 war großartig und es sieht so aus, als würde 2018 ein weiteres Super-Reisejahr werden", feiert Ulf Sonntags von der bekannten Forschungs-Community Ferien und Reisen aus.

Norbert Fiebig, Vorsitzender des RDRV, hat "sehr gute Neuigkeiten für dieses Jahr": Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr 91 Mrd. EUR mehr denn je für Ferien und private Reisen mit wenigstens einer Übernachtungsmöglichkeit ausgeben. Die Ferien genießen "höchste Bedeutung bei den Deutschen". Tui, Thomas Cook, Rewe-Touristik und andere Reiseveranstalter steigerten ihren Umsatz im Jahr 2017 um acht Prozentpunkte auf 33,7 Mrd. EUR.

Das stärkste Wachstum verzeichnete die Badeferiennachfrage mit einem Zuwachs von 14% und City Breaks (12%). Dies kam auch den mehr als elf Tausend Reiseagenturen und anderen ortsfesten Vertriebsstellen zugute, die ihren Umsatz um durchschnittlich fünf Prozentpunkte steigern konnten. Dabei konnte der Anteil der konkurrierenden Online-Verkäufe von 35 auf 40 Prozent im vergangenen Jahr gesteigert werden.

Unter den 155,8 Mio. Urlaubs- und Mehrtagesreisen der Bundesbürger im Jahr 2017 waren 28% in Deutschland. Bayern, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern führen weiterhin die Länder an, wobei die meisten Städtetrips nach Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Köln gehen. In Westdeutschland waren in den 1950er Jahren noch mehr als 80 Prozent der Reisenden in Deutschland; 1990 wurden noch 40 Prozent der gesamten privaten Reisen innerhalb der Grenzen des Landes untergenommen.

Demgegenüber ist der Auslandsanteil zunächst stark angestiegen, am Ende aber nur sehr langsam auf 72Prozentpunkte. Hauptreiseziele sind die Mittelmeerländer, die insbesondere vom Badewunsch Deutschlands leben. Bei den Urlaubern ist Spanien, wie schon seit vielen Jahren, führend, vor Griechenland, das im Jahr 2017 einen beachtlichen Anstieg der Zahl der Reisenden in Deutschland um 33% gegenüber 2016 verzeichnete.

In der Türkei, die im Jahr 2015 einen Rekordwert von 5,5 Mio. Urlaubern in Deutschland auf rund 2,5 Mio. im Jahr 2016 erreichte, konnte die Zahl der Urlauber im Jahr 2017 wieder auf rund 3,5 Mio. gesteigert werden. Die Frühbucherzahlen für den Zeitraum des Sommers 2018 lagen nach einem Zuwachs von 55 Prozent in diesem Jahr wieder um 64 Prozent über dem Vorjahresniveau. In der Frühbucherwertung belegt das Nilland damit den vierten Rang.

Die Türkei verzeichnete ebenfalls erneut ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Dennoch sind wir vom Spitzenjahr 2015 noch weit weg. Laut DRV liegt der vorgemerkte Umsatz für die kommende Urlaubssaison aktuell um 18% über dem des Vorjahres. Während die meisten Langstreckenziele - von Thailand über Mauritius bis Kenia - 2017 ein gutes Wachstum verzeichneten und auch 2018 im Aufwind sind, mussten die USA im ersten Jahr der Regierung, Donald Trumps, einen Rückgang der deutschen Besucher um 17 Prozentpunkte verkraften.

In diesem Jahr geht es nicht besser, im Gegenteil: Die Zahl der Frühbucher aus Deutschland liegt um weitere 20 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Fiebig erwartet für das gesamte Tourismusjahr 2018 eine weitere Steigerung im Bereich des Mittel- bzw. Prozentbereichs.

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