Szenografie

Bühnenbildgestaltung

Der Masterstudiengang Szenografie bietet viele verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten wie Bühnenbild, Kostümdesign und Dramaturgie. Im Szenografiekurs lernen Sie, wie Kunst aus der Inszenierung im Raum entsteht. mw-headline" id="Entwicklung_der_Szenografie">Entwicklung_der_Szenografie">[EditingQuellcode bearbeiten]>

Die Szenografie kann abstrahiert als Lehr- oder Inszenierungskunst im All begriffen werden. Szenographen und Szenografinnen sind interdisziplinäre Akteure in den Bereichen Schauspiel, Kino und Austellungen. Inszenierungen und Inszenierungen sind unverzichtbare Komponenten szenographischer Werke, die auch im Feld der Freikunst zu finden sind. Der professionelle Sektor der Szenografie kann als weitere Entwicklung des Bühnenbildes aufgefasst werden.

Das Potential ihrer Ausdruckskraft macht die Szenografie zu einem wesentlichen Bestandteil der non-verbalen Mediation, die zusammen mit anderen Formen der Mediation im Haus eine bleibende Auswirkung auf die Öffentlichkeit hat. Unter dem Claim der neuen Art der "Museumsproduktion" gab es in Deutschland ein Modell: Der Bühnendesigner Wilfried Minks und der Komponist Eberhard Schoener hatten 1980 das neue BMW Musikmuseum in München umgestaltet.

In diesem Sinne ging man im Nürnberger Stadtmuseum weniger Theater als vielmehr kontextualisieren. Die ersten szenographischen Arbeiten - "Leitfossilien der Industriekultur" 1982, "Arbeitererinnerungen" 1984, "Zug der Zeit - Zeit der Züge" 1985 - haben Hermann Glaser und Jürgen Sembach die kultur- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge mit essentiellen Schlüsselausstellungen verdeutlicht.

Die Ausstellungsversuche werden als Ausgangspunkt der szenografischen Planung angesehen. Jubiläumsausstellung at the VDI an der Technischen Universität Berlin, "Wissenschaften in Berlin" (with Jürgen Sembach), "Aufbruch ins Industriezeitalter" in Augsburg (design Würth & Winderoll) and the great historical shows, such as "Die Zeit der Staufer", 1977 (design Atelier Lohrer), and "Preußen. Spektakuläre Austellungen wie die von Hans Hoffer entworfene landschaftlich aufwendige Staatsausstellung in Steyr "Arbeit/Mensch / Maschine", 1987, fanden bei den jährlich stattfindenden Staatsausstellungen mit großer Unterstützung für den Tourismus statt.

Die Vor- und Nachteile einer "inszenierten" geschichtlichen Darstellung führten zu einer Diskussion in der Öffentlichkeit, die auch zur Gründung der beiden Bonner Historienmuseen führte: das von Würth & Wininderoll entworfene und das Historische Haus in Berlin. Während dieser Zeit wurden auch neue Häuser wie das LTA in Mannheim (heute Technoseum) (Design Atelier Lohrer), das DASA - Arbeitenswelt in Dortmund und das DASA - Technische Zentrum Berlin gegründet.

Gegen Ende der 80er und in den 90er Jahren kam es zu vielen Einflüssen aus den Bereichen des Theaters, des Films und der Bildenden Künste. Die" Dokumenta 5" (1972) und "Das Musée der Obsessionen" (1981) von Harald Szeemann, die Medientheorie von Alexander Kluge und der "Dokumentarfilm" von Werner Herzog hatten großen Einfluß auf die Museumsplanung, ebenso wie die Entstehung des Direktorentheaters, das auch von Personen aus der DDR wie Ruth Berghaus, Harry Kupfer und nicht zu vergessen Heiner Müller mitbestimmt wurde.

Den Höhepunkt bildete die Ausstellung in Hannover zur Weltausstellung 2000 - und wurde in der Welt der Museumskunst weithin mißbilligt. Der schnelle Charakter der Bildeindrücke, der Mangel an Ernsthaftigkeit, die Ungebundenheit der Illusionswelten und die Vernebelung der Sinnesorgane waren Maßstäbe, die den Einsatz dieser Verfahren für das Museumsleben unmöglich machten. Beispielsweise wollten sich zu Anfang des letzten Jahrtausends nur wenige deutsche Häuser mit den Mitteln der Szenografie auseinandersetzen, und in einigen Häusern setzte auch der Abbau zur klassisch objekt-orientierten Sammlungsausstellung ein.

Mit der DASA beginnt der alljährliche Kolloquienzyklus, bei dem ein kompetenter Dialog zwischen Museumsmitarbeitern, Naturwissenschaftlern und Designern beginnt. Zurzeit gibt es in Deutschland keine Grenzen mehr zwischen Wissenschaft und Design, obwohl die museale Landschaft selbst in Opponenten und Verfechter szenografischer Verfahren unterteilt ist. Die Tatsache, dass der Raum durch jede Form der Präsentation von musealen Objekten gekennzeichnet ist, macht szenographisches Know-how zur Grundvoraussetzung: "Man kann nicht nicht formen" - ähnlich dem Metakommunikationsaxiom von Paul Watzlawick "Man kann nicht nicht kommunizieren".

Der Bedarf an guter Ausstellung in einer von digitalen Mitteln überschwemmten Welt ist immens.

Mehr zum Thema