Museumsbau

museale Struktur

Dabei werden alle Gebäude sortiert, die dem Gebäudetyp Museumsgebäude entsprechen, also eingerichtet wurden, um ein Museum unterzubringen. Der Museumsbau vom White Cube zur Eventlocation. Der Autor des Grundlagenwerks "Architektur und Harmonie", Paul von Naredi-Rainer, verfolgt seit langem die Entwicklungen im internationalen Museumsbau.

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Dabei werden alle Gebäude sortiert, die dem Gebäudetyp Museumsgebäude entspricht, also eingerichtet wurden, um ein eigenes Haus unterzubringen. Bei Artikeln, die ein Haus beschrieben, aber nicht als Museumsgebäude erbaut wurden, verwenden Sie die Rubrik ?:Museum. Sehen Sie auch: 3 von 3 Subkategorien werden in dieser Rubrik angezeigt:

Zeitschrift - Museumsbau: Vom White Cube zur Eventlocation

Als der bedeutendste Museumsbaumeister Deutschlands zählt der berühmte Berlinarchitekt Volker Staab. Er baute, erweiterte, umgestaltete und baute unter anderem in Nürnberg, Schweinfurt, Chemnitz, Dresden, Bayreuth, Ahrenshoop, Kassel, Hohenschwangau und schließlich 2014 in Münster Museumsbau. Eine Konversation über aktuelle Trends im Museumsbau. Sehr geehrter Kollege Staab, der Boom der 70er Jahre hat sich kaum abgeschwächt und ist bis heute mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit vorangeschritten.

Inzwischen wird die Kunstraumfrage jedoch von der Fragestellung überschattet, was die Einrichtung des Museums heute ist? Inwiefern ist das Haus heute mehr als ein Ausstellungsort für alle? Der politische Druck auf die Menschen im Haus besteht darin, durch große Besucherströme zu beweisen, dass ihr Haus gesellschaftlich relevant ist.

Das Tätigkeitsfeld im Haus hat sich erheblich gewandelt. Die Räumlichkeiten werden für Veranstaltungen gemietet, natürlich auch um Zusatzeinnahmen zu erwirtschaften. Interessant ist, dass dieser Wechsel in der Einrichtung das VerhÃ?ltnis zwischen vielen KuratorInnen und der Literatur verÃ?ndert hat. In der Vergangenheit war der größte Verdacht der Museumsmitarbeiter an die Baumeister, dass sie sich selbst realisieren und statt geeigneter Häuser ein spektakuläres errichten.

Vielleicht erinnerst du dich an die Auseinandersetzung mit Hans Hollein und seinem Frankfurter Kunstmuseum Anfang der 90er Jahre. Heute, in Jurys, erfahre ich, dass die Menschen im Haus auf die außergewöhnliche, spektakuläre Baukunst blicken. Bilbao ist nicht allgegenwärtig - weder im Hinblick auf das urbane Milieu noch auf die Möglichkleit.

Ist ein typisches zeitgenössisches Haus des Anfangs des 21. Jahrhundert vorhanden? Zum Beispiel Chipperfields ruhigeres Folkwangmuseum in Essen? Nicht alle Museen sind gleich, aber die Unterscheidung wird immer größer. So verfügt unser Münsteraner Haus über eine zeitlich und inhaltlich sehr vielfältige Kollektion, vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst, von kunstgeschichtlichen und regionalhistorisch bedeutsamen Stücken.

Zweitens ging es darum, dass man neben den Schlüsselarbeitsplätzen und mehrstöckigen Räumen immer auch Einblick in die anderen Bereiche haben und das gesamte Gebäude auch visuell miterleben kann. Welche Räumlichkeiten wollen die Menschen im Museum heute? Schaffen Sie Freiräume für die Inszenierung, engagieren Sie sich wirklich?

Es ist uns wichtig, fixe Räumlichkeiten mit einer gewissen räumlichen Tragweite zu schaffen. Ich kann kein Freilichtmuseum ohne Rahmenbedingungen einrichten, ich weiß nicht, was ich tun soll. Die Suche nach dem Besonderen über den Standort, die Kollektion und den Inhalt des Hauses macht den Gestaltungsprozess aufregend.

Inwiefern kann der von den Veranstaltern oder Erbauern gewünschte gesellschaftliche Zusatznutzen eines Hauses über seine kulturelle Funktion hinaus erreicht werden? Ist es möglich, durch das Gebäude zu gehen, ohne das tatsächliche Gebäude zu besichtigen? Was muss ein Wohnhaus bieten, um mehr zu sein als ein Messehaus - Foyer, Hörsaal, Café, Shop, Bücherei, Mehrzweckräume?

Eine Wohnung, die zu einem öffentlichen Platz in der Bausubstanz der Großstadt wird und bis zehn Uhr am Abend offen ist - das war zum Beispiel unser Anliegen in Münster. Es ist zu hoffen, dass die Menschen, wenn sie in der Buchhandlung sind, auch ins Musée gehen. Fraglich ist für mich aber die Vermietung für reine gewerbliche Anlässe, wobei sich das Freilichtmuseum von seinem Kulturauftrag zum Veranstaltungsort abkoppelt.

Wenn es aber funktioniert, dass ein Stadtmuseum mit seinem Programm und seinem Programm ein kultureller Platz wird, ein fester Punkt im städtischen Alltag und wenn das Architekturkonzept dies mit seinem Raumangebot untermauern kann, dann ist es sehr nett.

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