Konzeption

Begriffsbildung

In der Sozialen Arbeit wird der Begriff Konzeption im Sinne eines Leitprogramms, einer konzeptionellen Gestaltung, einer klar definierten Grundidee verwendet. Das pädagogische Konzept einer Kindertagesstätte und seine Inhalte. Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "conception" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen.

Begriffsbildung

1 ] Wikipedia article "conception"[1, 2] Digital dictionary of the German language "conception"[1] canoo.net "conception"[1, 2] Universität Leipzig: vocabulary dictionary "conception"[1, 2] Duden on line "conception"[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: German dictionary. Leipziger 1854-1961 "Konzept" Quellen: Der Deutsche Taschenbuchverlag München 2005, ISBN 3-423-32511-9, S. 716, Eintragung "konzipieren". Prime Verlagshaus, Darmstadt 2012, ISBN 978-3534250967, S. 38. Knut Radbruch: Geisteswissenschaftliche Thematik.

Wandenhoeck & Rauprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-33552-0, S. 65.

Konzeption, Festlegung im Projekt-Management

Konzept ist sowohl die Grundidee hinter einem Design als auch der Prozess der Konzepterstellung. In der Projektleitung wird Konzeption im zweiten Sinn als Synonym für "Konzeption" benutzt. Teilweise ist der Ausdruck "Konzeptionsphase" auch als Projektierungsphase zwischen Brainstorming und Planen oder als Teil der Planungen zu finden.

Das Konzept als Prozess befasst sich im Kern mit dem zu erzielenden Projekterfolg und den Lösungsmöglichkeiten. In der Regel ist daher die Erstellung von Voruntersuchungen bzw. Machbarkeitsuntersuchungen als Teil der Konzeption zu bewerten. Das Konzept selbst kann auch in mehrere Etappen unterteilt werden. Hier werden die Bezeichnungen Grob- und Feinbegriff verwendet, deren Ergebnis entsprechend Grob- oder Feinbegriff ist.

Für komplexe, interdisziplinäre Projekte kann das Konzept auch nach technischen Aspekten strukturiert werden, was dann als Funktionskonzept mit dem Resultat des Funktionskonzepts bezeichnet wird.

Konzept und Konzeptentwicklung

Mannschaften haben sich in ihren Arbeitsmethoden und Anforderungen entwickelt, sie nehmen ihr ursprüngliches Konzept noch nicht als authentische, ehrliche Arbeitsunterlage wahr, sie waren schwerwiegenden personellen Änderungen (z.B. in Führungsfunktionen) unterworfen und sie erkannten die Notwendigkeit, in der neuen Personalkomposition einen neuen Ansatz zur Definition eines professionellen Selbstverständnisses zu finden.

Von dem " Begriff " reden viele Mannschaften, jedenfalls in der Alltagssprache. "Begriff heisst erste Abschrift - erste Version oder .... der Grundriss einer Sache (Wahrig's German Dictionary).... Anschliessend bezeichnet das Begriffsbild die Aufzeichnung einer Vorstellung, eines Gedanken oder einer Vorstellung in provisorischer Ausgestaltung. Ein " Begriff " hingegen ist etwas Bindenderes. Für ihn gilt: "Ein Begriff ist die Umsetzung aller für die betroffenen Schüler, die Erziehungsberechtigten, die Eltern, die Mitarbeiter selbst, den Paten und die Bevölkerung im Kindergarten/Kindergarten wichtigen Punkte in schriftlicher Form. 3.

Das Konzept reflektiert die Wirklichkeit und lehnt reine Willenserklärungen ab. Jedes Konzept ist daher einzigartig und gilt in seiner Spezifität nur für diese spezielle Institution, um ihr besonderes Erscheinungsbild zu klären und mit anderen Einrichtungen unmissverständlich zu sein. Ludger Pesch hebt den Prozess-Charakter noch deutlicher hervor: "Unter einem Bildungskonzept versteht man den Bezug zwischen Angaben zu Bildungszielen, Bildungsstandards und Umsetzungsmassnahmen, der eine ideale Handlungsgrundlage in der Institution darstellt.

Der Gedanke, die pädagogischen Arbeiten, ihre Gründe und Zielsetzungen in Texten (und Bildern) zu erfassen und damit nach aussen wie nach innen durchschaubar zu machen, kommt aus Reggio Emilia in Oberitalien. Um 1970 wurde dort der Erfahrungsschatz der noch "jungen" städtischen Krippen aufgeschrieben, zusammengefasst und damit als Spiegelbild des bisher Geleisteten und als Weiterbildungsprogramm für das eigene Nachwuchsteam, die Angehörigen, die Förderer und alle Beteiligten festgehalten.

Allerdings gibt es zahlreiche Institutionen, die noch kein Konzept vorgestellt haben (vgl. dazu die Ausführungen von Professor Dr. med. Pesch 1996a, S. 14 f.). Es gibt auch sehr unterschiedliche Beweggründe dafür: Jahrzehnte lang ging es ohne Empfängnis; warum sollte es nicht ohne sie weitergehen? Wenn wir noch ein paar Jahre abwarten, dann ist das Modetrend-Konzept vorbei!

In unserem Projektteam haben wir unsere gemeinsame pädagogische Überzeugung. Eine fixe Konzeption würde unsere Tätigkeit unnötigerweise einschränken. Der Gedanke würde uns zu einer Glasinstitution machen, die von den Trägern und vor allem von den Erziehungsberechtigten permanent mitbestimmt wird. Wir können uns schlichtweg nicht den Komfort einer intensiven Diskussion über den Sinn und das Kommas von Texten wie dem Begriff erlauben.

Diese und andere Ideen sind oft mit der Auffassung verbunden, dass "Konzeption" ein Gegenstand der 90er Jahre war, der durch die Auseinandersetzung mit dem Erziehungsauftrag und der Entwicklung der Qualität in Kindertagesstätten ersetzt wurde. Er hat aus der verbreiteten Einsatzbereitschaft für die Kleinen heraus Aufgabenstellungen und Zielsetzungen vorbereitet und - vielleicht nach schwieriger Erörterung - die Qualitätsbedingungen für die Aufgabenerfüllung und Zielerreichung hinterfragt, nach neuen Wegen gesucht, um eine verbesserte Abstimmung zwischen Zielsetzung und Umsetzungsbedingungen zu erzielen.

Der Qualitätsgedanke des Konzepts resultiert vor allem aus der Abklärung von Aufgabenstellungen, Zielsetzungen, deren Realisierungsbedingungen und Bewertungskriterien, die das Projektteam genau bei der Konzeptentwicklung erreicht. Arbeitsqualität entsteht nur in seltenen Fällen als Ergebnis gedankenlosen Tuns (Hauptsache, die Kleinen sind wohl gefühlt und die Erziehungsberechtigten sind zufrieden).

Das Arbeiten am Konzept ist oft der erste Weg, auf dem sich die Mitarbeiter der Wichtigkeit und den Grundsätzen der Qualitätsarbeit bewußt werden. Dazu formulieren, vermitteln und diskutieren sie ihre eigenen, zumeist unbewußten und zumeist krisenbedingten Pädagogiküberzeugungen und Werte, um einen Konsens zu erwirken.

Die Konzeptentwicklung ist vor allem als ein Kommunikations- und Reflexionsprozeß zu verstehen, an dem alle Mitarbeiter der Institution und idealerweise auch die Elternvertreter mitwirken. Komponenten dieses Vorgangs sind " inside " und " outside view ", weil es darum geht, die geheimen Thesen des didaktischen Tuns zu visualisieren und zu vermitteln und die in der Regel nicht in Frage gestellten Alltagsstrukturen und Erzeugnisse unter die Lupe zu nehmen.

Darin kann man lernen, dass es nicht um richtig oder unrichtig geht, sondern um die Suche nach Mitteln und Potentialen im eigenen Unternehmen und die Suche nach einer Grundlage für gemeinsame Überzeugung, die das Unternehmen nach aussen und nach innen stärken kann (vgl. dazu auch die Ausführungen von Herrn Dr. J. Knauf 2003, S. 245 ff.).

Um die pädagogische und damit auch konzeptionelle QualitÃ?t zu fördern, ist eine der bedeutendsten QualitÃ?tsstrategien die OE (Organisationsentwicklung). Bereits in dieser Frühphase der Herangehensweise kristallisierte sich folgendes Leitbild der organisatorischen Weiterentwicklung heraus: Eine auf der Mitarbeit von Menschen basierende Einrichtung kann ihre Wirksamkeit steigern, wenn alle Organisationsmitglieder in einen gemeinschaftlichen und demokratisch geprägten Prozeß der Prüfung und Neubeurteilung der Handlungsziele und Arbeitsmethoden der Einrichtung einsteigen.

Dem Organisationsentwicklungskonzept folgend wurden insbesondere für die Konzeptentwicklung Schrittabläufe des gemeinschaftlichen Vorgehens konzipiert und getestet (vgl. Erath 1996, S. 148 ff; Hollmann/ Stetter 2000, S. 94 ff.). Es geht darum, die Prinzipien der Arbeitstransparenz, die Bindungswirkung der dargestellten Arbeitsgrundsätze und die Steigerung der beruflichen Motivation und Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und zu verbinden.

Das Orientieren an den Grundsätzen des Dialogs und der Auseinandersetzung bergen Risiken, wenn Zielsetzungen und Inhalt aus den Augen verloren werden. Deshalb ist die frühe Erfassung und Organisation möglicher Lerninhalte für den Konzeptentwicklungsprozess ebenso von Bedeutung wie eine gut gegliederte, großflächige Darstellung von (Zwischen-)Ergebnissen. Inhalt der Konzeption könnte dann sein: Die" Visitenkarte" (Name, Adresse, Unterstützer, Person, Raum, Zeitstruktur), didaktische Zielsetzungen und Grundsätze (unser Kinderbild, unsere Bildungsidee, Ausrichtung auf didaktische Ansätze), didaktische Elemente (Akklimatisierung, Alltagsrhythmus, freies Spiel, Projekt, Bewegungen, Essen, Feiern, gesundheitsfördernde Maßnahmen, Schulvorbereitung....), Lehrerrolle, didaktische Raumplanung und Eröffnung der Institution, Kooperation mit dem Elternverbund, Networking in der Gemeinschaft (Institutionen, Saisonaktivitäten...)..

Wer in den Institutionen arbeitet und lebt, sollte auf "seine" Konzeption besonders stolz sein können. Das Konzept wird mit seinem Design mehr als nur eine visuelle Ansichtskarte. Es sollte an die Erziehungsberechtigten appellieren, aber nicht allen auferlegt werden. Für den Sponsor ist es von Bedeutung, der oft auch versucht, ein zusammenfassendes "Förderkonzept" zu erarbeiten oder die Konzeption der Einzelinstitutionen zu koordinieren (vgl. z.B. die Stadt Braunschweig, Moers oder Recklinghausen).

Für Bewerber um freie Positionen, Förderer oder Kollegen aus anderen Institutionen ist es ebenfalls wichtig, das Konzept zur Kenntnis zu nehmen und zu studieren. Grundlagenwissen Kita: Konzeptentwicklung (Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Kindergarten heute").

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