Fairtrade Hannover

Messe Hannover

In Hannover wird mit ruhigem Gewissen eingekauft. Jeanshosen mit Reparaturgarantie, tolle Holz-T-Shirts, Fair-Trade-Sneakers, die wie Kult-Futter dastehen. NP-Redakteurin Andrea Tratner hat in Hannover drei Shops entdeckt, die die Dinge ein wenig besser machen. Klein aber fein: "Eins" am Lindenplatz in Linden-Mitte ist klein, aber Besitzerin Corinna Siever hat jeden Zentimeter des Shops ihrer Passion widme.

Über nahezu jedes Bekleidungsstück kann Siever eine Story erzählen: "Die Firma Wunderwerk wäscht Jeanshosen nicht mit Hilfe von Chlorgas, sondern mit spezieller Lasertechnologie. Wijld Hemden sind aus echtem Leder, luftdurchlässig ("fast wie Funktionsunterwäsche") - und super weich. "Die kratzigen Jute-Images sind weg", sagt Siever - und klärt ein Voreingenommenheit: "Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Bioode ist gut, die Teile sind nicht teuerer als bekannt.

Wir wissen aus eigener Praxis, dass auch Bio-Einkäufer die Produkte gern berühren würden - und eine höhere Rücklaufquote ist auch nicht umweltfreundlich", erläutert Pressesprecherin Franziska Dormann. "Dormann: Wir sind keine bewährten Trendsetter", verdeutlicht Dormann, "unsere Zielgruppen sind Damen ab 35 Jahren. "Die Firma, die früher mit einem Wickeltisch für Babys begonnen hat, setzt auch den Ausbau der Männermode fort und denkt mit ihrer Baby-Kollektion an Familien.

Das von vier Designern am Stammsitz in Gütersloh entworfene Stück der eigenen Marke (70-prozentiger Anteil am Sortiment) ist zeitlich unbegrenzt und lässt sich gut kombinieren: "Es ist auch tragfähig, wenn mehr als eine Jahreszeit dauert. In der Stadtmitte betreibt Karla Tzschachmann den Greenality Shop. Man darf noch nicht wirklich von einer Handelskette reden, der Ausgangspunkt des Betriebes liegt in Stuttgart - dort startete Eigentümer Markus Beck 2009 mit ökologisch und gerecht gehandeltes Basic-Shirt und entwickelte einen Online-Versand für Mode, Schuhen und Accessoires.

"Und die meisten Aufträge kommen aus Hannover", sagt Marktleiterin Karla Tzschachmann. Die " Greenality " Serie ist ziemlich sportiv, wobei die Jeanshose im Mittelpunkt steht: "Viel Streetstyle, aber kaum Abendkleidung. "Die Zuhörerschaft reicht von Schülern (die übrigens zehn vom Hundert Preisnachlass bekommen), die bei einem neuen Lieblingstück Geld verdienen, bis hin zu Grosseltern, die nach Geschenken im Weihnachtsgeschäft Ausschau halten.

"Manch einer kauft bewusst ein", sagt Tzschachmann. Das Etikett Ping-Pong produziert Rücksäcke aus gebrauchten Pet-Flaschen, die schwedische Jeans-Marke Nudie offeriert einen kostenfreien Reparatur-Service.

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