Design Messe Berlin

Messe Berlin

Ausstellung von Kunsthandwerk, Design, Natur. Und wie wird sie eingeführt, wie wird sie gemessen? Mehr und mehr Berliner investieren in Designermöbel.

Berliner Wertpapierbörse 2018

Neue Stelle und neues Datum! Vom 16. bis 18. November 2018 kommen Gestalter, Vintage-Galerien und Kunstsammler aus ganz Deutschland und Europa nach Berlin, um ihre besten Arbeiten und Neuankäufe im Stadtgebiet vorzustellen. Die design.boerse_Berlin ist mit mehr als 80 Aussteller und 5000 Fachbesuchern eine feste Größe in der Vintage-Szene Europas.

Die neue Heimstatt der bevorstehenden achten Auflage ist die 2000 qm große Loewe Halle im zweiten Obergeschoss des 1896 errichteten klassizistischen Backstein-Industriegebäudes nahe dem Zentrum von Berlin Moabit, ehemals eine Maschinenbauhalle, heute eine Eventlocation mit modernster Veranstaltungstechnologie, die einen attraktiven Rahmen für die Inszenierung und den Vertrieb von einzigartigen und authentischen Objekten bereitstellt. Vor allem Design-Klassiker der vergangenen 120 Jahre aus den Sparten Mobiliar, Leuchten, Innenarchitektur, Keramiken, Gläser, Technik bis hin zu Juwelen werden vorgestellt.

Zahlreiche der gezeigten Stil- und Design-Ikonen, die von so renommierten Künstler wie Arne Jacobsen, Charles und Ray Eames, Alexander Begge, Egon Eiermann, Eillen Gray, Mies van der Rohe oder Wilhelm Wagenfeld gestaltet wurden, werden von 70 Galeristen und privaten Sammlern im raren Originalton inszeniert. Börse_Berlin steht für Einzigartigkeit und Diversität. Die Ausstellung präsentiert berühmte Meisterwerke von Jugendstil und Bauhaus bis zur Mitte des 20. Jh., raues Industriedesign & DDR-Design des vergangenen Jh. bis hin zu Designs der jüngeren Zeit.

Im Kreativ- und Designstandort Berlin ist die Vorstellung von ausgewählten jungen Werken ein Muss. Aber nicht nur Design-Liebhaber, Galeriebesitzer oder Museumskäufer werden sich inspirieren lassen, ihre Kollektionen zu vervollständigen. Zusätzlich zu ausgewählten Seltenheiten werden auch preiswerte Teile für verschiedenste Verwendungszwecke und Innenräume angeboten.

Designmöbelmesse in Berlin: Bye bye, Billy! - Berliner

Vor nicht allzu langer Zeit gab es jedes Jahr neue Trends im Leben, besonders in Berlin. "Designmöbel sind moderne Antiquitäten", sagt Regina Pröhm, 25 Jahre im Antiquitätengeschäft und Mitbegründerin der Berliner Designaustauschbörse. Egal ob Bauhaus aus den 1920er Jahren, das wildromantische Memphis-Design der 80er Jahre oder der derzeit sehr beliebte Stil der 50er Jahre: In der siebten Etage des früheren Warenhauses Centrum der DDR - heute Galeria Kaufhof am Ostbahnhof gelegen - wird jeder etwas aus einem Zeitabschnitt von rund 120 Jahren finden.

"Designmöbel haben ihren eigenen Wert", sagt Regina Pröhm. "Das Ausstellerverzeichnis der Design-Börse wird dann auch mehr als 100 Aussteller umfassen, die sich dem Berlinpublikum auf 3000 qm vorstellen werden. Pröhm saß an diesem Jännertag in der Werkstatt von Lars Trösch in der Karlsmarx-Allee an einem Ahorn-Tisch von Paul McCobb aus den 50er Jahren - in Kombination mit herrlich feingliedrigen Stühlelementen - ein gutes Beispiel für das hippe Beispiel aus der Jahrhundertmitte.

Er selbst ist in diesem Jahr nicht anwesend, hat aber bereits an der Messe mitgewirkt. Nächste Woche werden Design-Ikonen wie Arne Jacobsens Eierstuhl, ein klassisches skandinavisches Design, und einige Beispiele von Charles Eames' Fiberglas-Sessel zu bewundern sein, beide sind Design-Ikonen aus den 1950er Jahren.

"Heute sind viele kleine Fachhändler mit Designermöbeln beschäftigt, stellen sie mit Liebe wieder her und werden zu Experten auf diesem Gebiet", sagt Regina Pröhm, deren Enthusiasmus für das Motiv offensichtlich ist. "So entschied sie sich, diese speziellen Artikel nach Berlin zu holen - die erste Designaustauschbörse in Berlin war entstanden, damals noch auf dem Potsdamerhof.

Inzwischen ist die Berlin Design Exchange entstanden. Regina Pröhm und ihre Kollegen sind nicht nur am Business interessiert. Die Messe versteht sie auch als Teil der kulturellen Bildung, fördert wunderschöne Einzelstücke und verwirft die Erzeugnisse der Einweggesellschaft. "Den Messebesuchern wollen wir das Gefühl geben. Eine Besonderheit der Messe ist eine Sonderausstellung zum DDR-Design, die der Design-Historiker Günter Hühner zum Themenkomplex Tafelkultur erarbeitet hat.

Und wer ein Designobjekt zu Haus hat und sich über seinen Preis und seine Authentizität nicht ganz im Klaren ist, kann sein Werk von Arthur Floss, dem Fachmann des Münchner Hauses Qittenbaum, am Samstag von 15 bis 18 Uhr kostenfrei besichtigen und bewerten lassen. Das führt immer wieder zu spannenden Treffen und gelegentlich zu Erkenntnissen, sagt Pröhm.

Aktuell sind Gegenstände aus den 50er und 70er Jahren gefragt - vor allem skandinavische Möbel aus Holz - und Gegenstände, die das heutige Publikum durch die Freude am Experimentieren mit damals neuen Werkstoffen begeistern. Übrigens muss sich die Design-Börse bald selbst umgestalten, sie wird letztmalig im Osten des Bahnhofs stattfinden, ein neuer Wohnsitz wird noch ersucht.

Die Galeria Kaufhof Ostbahnhof, 4th floor, Galeria, 10243 Berlin.

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