Buchgestaltung

Bucherstellung

Bei der Buchgestaltung geht es um die grafische und typografische Gestaltung des Inhalts und des Umschlags eines Buches. Mit der kreativen und funktionalen Weiterentwicklung von analogen und digitalen Lesemedien beschäftigt sich das Institut für Buchgestaltung (IFB). Viele Details müssen bei der Gestaltung des Buches geklärt werden: Buchdesign in Hamburg: Romane, Kinderbücher, Sachbücher, Fachbücher, Editionen, Dissertationen, etc. Der Lehrgang vermittelt das notwendige Praxiswissen, um Buchgestaltung in Verlagen erfolgreich zu konzipieren, in Auftrag zu geben und zu bewerten.

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Die Buchgestaltung bezieht sich auf die graphische und typographische Ausgestaltung des Inhalts und des Umschlags eines Books. Der Herausgeber ist in der Regel für das Design zuständig und greift oft auf das Know-how von Fachleuten zurück. Dies können Buchdesigner, Typographen, Kommunikationsdesigner, im Ausnahmefall auch freiberufliche Gestalter sein. Zahlreiche Verleger nehmen die Buchgestaltung in ihrer eigenen Fachabteilung, der Produktionsabteilung, wahr.

Die Zielsetzung ist es, das Werk so zu konzipieren, dass es die Inhalte optimal und übersichtlich vermittelt, in Bezug auf Materialien und Preise ausgeglichen ist und natürlich auch von der potentiellen Leserschaft akzeptiert wird. Die Buchgestalterin ist für das Erscheinungsbild eines Buchs im Inneren und Äußeren zuständig - die so genannte Veredelung: "Die Veredelung eines Buchs umfasst alles, was normalerweise nicht im Text steht und daher nur die Außengestaltung des Buchs betrifft: Formate und Satz, Schrift und Schriftgrad, Satz, Buchdeckelart und Schutzumschlag, Papiere und sonstiges Sonderzubehör wie Bookmarks, Schutzkarton, etc.

"Die Buchgestalterin leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Gesamtbild des Themas. Deshalb ist es besonders bedeutsam, dass die Planung, unabhängig vom Designprinzip, auf einem einheitlichen Konzept basiert - von der ersten bis zur letzen Buchseite. Gerade Sachen, die oft als Belanglosigkeiten abgewiesen werden, wie z. B. Subtitel, Anregungen oder Drucke, bestimmen, ob Sie ein Werk mitnehmen wollen oder nicht.

Der Buchdesigner muss sich neben dem Konzept mit vielen Einzelheiten auseinandersetzen, nicht nur mit dem Grundriss und dem typographischen Grundriss, sondern auch mit dem typographischen Ausschnitt. Denn ein ansprechendes Gesamtbild fordert den Betrachter auf, das Werk in die Hände zu legen. Dies bedeutet, dass der Betrachter ein Werk von der Außenseite nach außen hin erfährt.

Im Idealfall sollte der Buchdesigner jedoch von Grund auf neu einsteigen. Die Buchgestalterin befasst sich vor allem mit den individuellen Fragen: Form, Geltungsbereich, Typografie, Material (Papiere, Einbandmaterialien), Reprographie und Aufdruck. Der Buchdesigner geht im besten Fall in folgende Richtung: Prüfung des Manuskripts/Inhalts: Ermittlung der Anforderungen und Wünschen von Verlag, Verlag und Autor, Abfrage des Formats.

Der Gestalter/Typograf des Buches erstellt daraus die Vor- und Nachseiten des Inhalts von der Bildmitte vorwärts und rückwärts: die Titelseiten mit dem Verzeichnis der Inhalte, den Appendix, den Gerät mit Notizen, Bibliographie, Index. Heute verlassen sich Buchdesigner nicht mehr nur auf sich selbst und ihr Kunstverständnis. Trotz seines Kulturwertes ist das Werk ein Objekt, das es zu verkaufen gilt.

Auch Experten aus anderen Verlagsbereichen sind in die Arbeiten des Buchdesigners eingebunden: Sämtliche Beanstandungen und Anregungen dieser Experten müssen vom Buchdesigner beachtet werden. Deshalb ist es besonders bedeutsam, dass diese Vorkehrungen bereits bei der Buchplanung getroffen werden, denn viele Veränderungen sind nicht mehr möglich oder mit hohen Kosten behaftet, wenn die Produktion bereits anläuft.

"Im Idealfall begleiten die Buchdesigner das Werk von der Produktidee bis zum Endprodukt. "3 "3] Der Verleger muss marktkonform herstellen; dazu muss der Buchdesigner den Absatzmarkt seiner Produkte beherrschen. Bei den Gestaltungselementen handelt es sich vor allem um die Buchdekoration, d.h. die dekorativen Accessoires des Texts und der anderen Bestandteile, die ein komplettes Werk ausmachen, sowie um die gesamte Farb- und Formgebung.

Das Design muss attraktiv sein und den Betrachter anregen. Vor allem bei Buchserien ist der Erkennungseffekt von großem Nutzen, denn bei einem kaum handhabbaren Buchangebot scrollt der Betrachter kaum noch in aller Stille durch das Werk und läßt den Content arbeiten. Wenn der Umschlag ihm nicht gefällt, greift der Käufer oft nicht einmal das gewünschte Fach.

Heutzutage sollte der Buchinhalt an der Präsentation ersichtlich sein. Es ist nicht immer leicht, ein Werk ohne Cover oder nach dem Geschmack der Zeit zu erstehen. Das Einbandmaterial oder die Gestaltung des Titelschildes spielen ebenfalls eine große Rolle: Gelegentlich ist der Einkäufer versucht, das Werk in die Hände zu bekommen oder stützt die positiven Effekte des Buchs.

Am Beginn der Buchgestaltung steht die Wahl des Formates. Ausschlaggebend für das Ausgabeformat sind in erster Line das Literaturgatt, die Leserschaft und der Kaufpreis des Buchs, der Geltungsbereich des Manuskripts sowie etwaige Verweise auf Serien- und Standardformate. Kinder- und Jugendbücher sind in der Regel etwas grösser, ebenso wie naturwissenschaftliche Fachbücher und Enzyklopädien, die viel Raum für Tische und Schriften benötigen.

Die Formatauswahl kann die Dicke des Buchs beeinflussen; je grösser das gewünschte Buchformat, umso schmaler wird es. Vor der Auswahl des Papiers sollte geklärt sein, unter welchen Umständen das Werk eines Tages erscheinen wird. Sollte das Werk ein Sammlerstück im Regal eines Literaturliebhabers sein oder wird es für die Feiertagslektüre gebraucht?

Die Leserin bzw. der Lesende fordert das Werk, was der Designer beachten muss. Der Buchinhalt beeinflusst auch die Papierwahl: Unterschiedliche Druckprozesse, ob Hoch-, Tief- oder Offset-Druck, sowie illustrierte Drucke erfordern unterschiedliche, den Erfordernissen angepaßte Papiere. Auch die Festigkeit eines Buchs kann durch die Verwendung von Papieren beeinflusst werden.

Bei einem kleinen Papiervolumen wird das Werk später schlanker, aber wenn der Verleger "mehr aus weniger" machen will, bestellt er eine Papierqualität mit einem hohen Aufkommen. Titel und Anhang: Beide sollten in das Konzept des Buchs passen. Abbildung: Obwohl ein Werk in der Regel als gedruckter Buchtext verstanden wird, haben Abbildungen eine nicht zu vernachlässigende Ausstrahlung.

Slipcase: Es ermöglicht zusätzliche Werbeflächen, sichert das Werk und erhöht oft seinen Buchwert. Auf dem Rücken des Buchs angebracht und in der zum jeweiligen Titel passenden Farbgebung, ist es eine Wohltat für den Lektüre. Stirnband: Auch wenn es für die Produktion und Langlebigkeit eines Buchs heute nicht mehr notwendig ist, schmückt es das Werk mit vielen Farbvariationen.

Jedes Jahr verleihen diverse Sponsoren Auszeichnungen für besonders hübsche Bilder. Ausgelobt wird der Preis "Die schönste deutsche Literatur" von der Stichting Buchkunst. Eine Fachjury bewertet die Bände. Ist das Designkonzept auf den Buchcharakter abgestimmt und wird es durchgängig umgesetzt? Stimmt die Schriftart mit dem Content überein, ist die Satzstruktur an die Aufgabenstellung angepaßt und der Schriftzug gut ablesbar?

Entspricht das Cover und die Covergestaltung dem Verwendungszweck des Buchs, sind sie in das Konzept miteinbezogen? Kann man das Heft gut öffnen, stimmt die Fahrtrichtung von Heftblock und Titelseite überein? Dieser Code war die Frühform des Buchs. Sie waren - ebenfalls Teil der Buchgestaltung - mit Ornamenten geschmückt. Dann wurde das mit schwarzem Tinte gedruckte Werk gefärbt.

Rot beschriftete Rubriken sowie Bilder und Ornamente waren damals für das Design gebräuchlich. Gutenbergs Entdeckung ermöglichte es, viele Werke in kurzer Zeit aufzulegen. Das Design der Schriften und des Schriftbereichs entsprach dem der handschriftlichen Bände. Gutenbergs Bestreben war es, seine Werke den besten handschriftlichen Büchern so nahe wie möglich zu bringen.

Sie waren einheitlicher und präziser als die Schrift. Um die Drucke den Handschriften noch näher zu bringen, hat Gutenberg auch versucht, zweifarbig zu drucken, für Anfangsbuchstaben und Schlagzeilen in Rot. Die erste Vorrede wurde 1478 von Erhart Ratdolt in Venedig veröffentlicht und über den Buchinhalt informiert.

Mit dem Gebetsbuch, dem Thüringer Tor und dem Weißen Kunig gab er drei Arbeiten in Auftrag, die bis heute für ihre ästhetische und gestalterische Qualität bekannt sind. Sie waren aufwendig und üppig eingerichtet, und es entstand eine neue Antiquität, die Romain du Roi. Die neue Form der Buchgestaltung wurde in den Niederlanden und England von der Bourgeoisie bestimmt.

"Praktische kleine Bände wurden immer beliebter"[9] Das Klassizismusbuch ist das kleinformatig, schlicht gestaltet. Einen besonderen Einfluss auf die Gestaltung klassizistischer Werke hatte der Leipzig-Verlag und die Druckerei Georg Joachim Göschen. Er wollte edle Editionen ohne jeglichen Komfort, aber dennoch wunderschön und richtig produzieren. Er war bestrebt, hochqualitative Werke zu restaurieren.

Morris, der auf eine soziale Gemeinschaft hofft, fordert Zuwendung bei der Konzeption eines Buchs und eine Rückkehr zum früheren Design. Unter anderem gestaltete er die Schriften "Golden Type" und gedruckte viele qualitativ hochstehende Werke, wobei die Veröffentlichung der Werke von Geoffrey Chaucer besonders auffallend ist. Morris' besonderer Erfolg besteht jedoch vor allem darin, dass er die Buchgestaltung wieder vorangetrieben hat.

Allmählich entstehen "so genannte private Druckmaschinen, die am Anfang, losgelöst von einem kaufmännischen Kunden, den Druck von schönen Büchern aus Hobby und Enthusiasmus kultivieren. "Diese haben auch der Serienproduktion Impulse gegeben, um die Qualität der BÃ? In der Nachkriegszeit entwickelte sich die ArbeiterInnenbewegung mit eigenen Verlagshäusern, der Malik-Verlag und die Buchgilde Gutenberg produzierten preiswerte und hochwertig ausgestattete Bände.

Bedeutende Repräsentanten der Neuen Sachlichkeit waren Herbert Bayer und Jan Tschichold, aber auch der alte Willi Baumeister, vor allem mit seinen Katalog- und Buchentwürfen für die Werkbundausstellung "Die Wohnung" (Weissenhofsiedlung) in Stuttgart aus dem Jahr 1937, wobei oft übersehen wurde, dass ein Werk aufgrund seines Inhalts entstanden ist, die Form des Buches sollte diesem Gehalt genügen und nicht andersherum.

Im Katalog der Ausstellung kündigte Max Liebermann an: "Es wäre das ideale Beispiel einer Buchkunstausstellung, ein Buch zu präsentieren, dessen Außenform sich mit seinem Innenleben zu einem stimmigen Ganzen verbindet. "12] Ein englischer Typograf, Stanley Morison, verkündete dann in einem international gefeierten Essay, dass sich jedes Buchdesign dem Zweck des Buches unterordnen sollte.

Die Lektüre soll dem Betrachter so gut wie möglich gefallen; aus Künstlersicht ist ein langweiliger Schriftzug besser als eine spezielle Typographie. Im Jahr 1929 wurde in Deutschland mit der Verleihung der besten Werke des Landes angefangen. Im Jahre 1949 wurde in Leipzig zum ersten Mal wieder mit der Verleihung der besten Werke angefangen, was durch die Errichtung der DDR wieder verhindert wurde.

Die Buchpreisunterschiede zwischen DDR und BRD haben sich in beiden Staaten in der klassischen Ausrichtung entwickelt. In den 1950er Jahren gab es viele kalligraphische Einbände, die schriftlich mit Abbildungen kombiniert wurden, für die Entwürfe von Imre Reiner, Walter Brudi - Gründer des Institutes für Buchgestaltung an der Stuttgarter Staatsakademie der Schönen Künste 1966 - und Günter Böhmer lebhafte Vorbilder sind.

Die antiautoritäre Tendenz machte auch die Kinder- und Jugendbücher dreister und ungeschminkt. Im Klett-Cotta Verlagshaus verewigt der Buchdesigner Franz Greno auch "seine" Werke. Gemeinsam mit Hans Magnus Enzensberger gründet er Die andere Bibliothek: Beide haben sich der heißen Schrift und der Konzeption individueller, hochwertiger Bücher gewidmet. Desktop-Publishing, Schriftsatz und Computerlayout prägen seit den 90er Jahren das Buchdesign.

Das viel zitierte Tempo des Computer-Zeitalters schlägt sich auch im Design nieder: Ein Trends folgen dem anderen. Dennoch hat sich das Werk im Laufe des vergangenen Jahrhunderts kaum geändert, auch wenn sich die Produktionstechniken fundamental geändert haben. Eine Schrift sollte noch gut zu lesen sein, gern aufgenommen werden und eine Typographie haben, die dem Schriftzug "dient".

Bei Jost Hochuli: Buchen. Einführungskurs in die Buchgestaltung, insbesondere in die Buchtypographie. Wie sich die Buchgestaltung im Wettbewerb "Die schönen Bücher in Deutschland" 1951-1990 entwickelt hat. 1. Überarbeitete Ausgabe von Bücherkunst im Wandel. 2002. Buchdesigner der Stuttgarter Kunstakademie und ehemaliger Kunstgewerbeschule: Beispiele für Werke und Text. Vom deutschen Buchdesign des zwanzigsten Jahrhunderts.

Stichting Buchkunst Frankfurt am Main and Leipzig, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-7657-2023-2. Jost Hochuli: Book Design in Switzerland. Prof. Dr. Pro Helvetia, Zürcher Kulturstiftung 1998, ISBN 3-908102-10-3 Rainer Groothuis: Wie kommen sie auf die Welt? Von Verlegern und Autorinnen, Herstellern, Verkäufern und Gestaltern, der Berechnung und dem Verkaufspreis, dem schönen Werk und verwandten Artikeln. 2002, Dumont, Köln, ISBN 3-7701-3164-9. Helmut Hiller, Stephan Füssel: Wortebuch des Buches. 2002.

Klostermann, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-032209 Mathieu Mommen, Das schönste Bucheintrag.

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