Ausstellung Bonn Bauhaus

Messe Bonn Bauhaus

In der Ausstellung sind zahlreiche seltene, zum Teil nie gezeigte Exponate aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst, Film und Fotografie zu sehen. Rechtwinklig: Die Bundeskunsthalle Bonn ist dem "Bauhaus" gewidmet. Ausstellungskatalog DAS BAUHAUS. ALLE IST DESIGN - Kunst- und Messehalle der BRD

Die Kunst- und Ausstellungshalle bietet für nahezu alle Veranstaltungen Museumseditionen an, die in der Regel wesentlich preiswerter sind als die parallelen Buchhandlungen. Die Editionen können beim Besuch der Ausstellung erworben oder über die Bücherei des Königs bezogen werden. Die museale Ausgabe ist in Ausnahmefällen vor Ende der Ausstellung ausverkauft. Die Ausgabe der entsprechenden Buchhandlungen, die Sie - sofern vorhanden - in jeder beliebigen Filiale beziehen können, ist davon nicht betroffen.

Sie können die Editionen (sofern vorhanden) nur bei der Bücherhandlung König, nicht aber bei Buchhandlungen oder Mitarbeitern der Kunst- und Ausstellungshalle erstanden werden.

Der Bauhaus ist lebendig

Bonn. Mit " Das Bauhaus" besiegt die Kunsthalle. Den Bauhausmythos, den Reiz der Wagenfeld-Leuchte und des Stahlrohr-Freischwingers kann man nicht aufhalten. Jährlich erscheint es mir so, als ob es ein Bauhaus-Jahr wäre: Messen und Buchveröffentlichungen en vogue. Dabei ist zu beachten, dass das Bauhaus 2019 explodiert, als Walter Gropius vor hundert Jahren das Bauhaus in Weimar gründete.

Zeigt die Kunsthalle nun die hervorragende Ausstellung "Das Bauhaus. Everything is design" in der erweiterten Version des bekannten Vitra Designmuseums in Weil am Rhein ist eine Antizipation des Jubiläums-Booms 2019, aber alles andere als eine geschichtliche Hommage im Stil der klassischen Bauhaus-Schauen. Die Frage ist, was das Bauhaus heute für uns ist.

Sie wendet sich an die bildenden Kuenstler, Gestalter und Baumeister unserer Zeit - letztlich auch an die Ausstellungsbesucher. Kuehn Malvezzi - der bereits 2014 in der Kunsthalle den großen Platz für "Outer Space" geschaffen hat - hat eine eigene, selbstbewußte, aber nicht dominierende Messearchitektur im zurückhaltenden Ikea-Look geschaffen, die verträumte Blickrichtungen und offene Räume für einen höchst spannenden Austausch bereitstellt.

Man merkt gleich, dass es hier nicht um eine Namensgebung von berühmten Bauhaus-Künstlern und eine Reihe von bekannten Klassikern geht, sondern dass über Jahrzehnte hinweg der Bauhaus-Idee auf den Grund gegangen wird. Das Bauhaus-Design sollte gesellschaftlich, funktionell, industriell sein, nach dem Wunsch seiner Eltern - und doch trotz der innovativen Materialauswahl an einem archaisch anmutenden, präindustriellen Handwerk festhalten, sei eitel und kostspielig.

Die Bonn-Ausstellung kann man allein durch die Ästhetik der Materialien, die spannende Motivkarriere und die Entwicklung von Ideen aus beinahe hundert Jahren erreichen. Kurator Jolanthe Kugler bietet jedoch vier inspirierende Abschnitte an, die die Bauhaus-Idee eröffnen. In der Rubrik "#create context" geht es um den holistischen Anspruch des Bauhaus, der sich nicht nur um die Verfeinerung der einzelnen Erzeugnisse dreht, sondern auch um die Auseinandersetzung mit dem Alltag und dessen Weiterentwicklung durch neuartige Lösungsansätze.

Dass das Bauhaus farbenfroher war als erwartet, zeigt nicht nur der gleichnamige Band "Der Bauhaustapete gehört gehört die Zukunft" (1931), sondern dass wirklich kein Bereich des Lebens ausgelassen wurde: vom Stoff-Dekor bis zum Tischlampen. "Das" #learningbydoing" hebt die innovativen Ausbildungen am Bauhaus und die ausgefeilte Logik für die Ausbreitung von Ideen hervor.

"#communicate " beschäftigt sich sehr lebhaft mit den kommunikativen Strategien des Bauhaus, der Entwicklung der "Corporate Identity". Schliesslich setzen sich unter dem Leitmotiv "#thinkaboutspace" die räumlichen Vorstellungen der Bauhauskünstler durch, die ihren Zugang zur Integration von Kunst, Theater und Theater konkretisieren und aufladen. "Der Bauhaus war eines der grundlegendsten und grundlegendsten Ästhetikkonzepte überhaupt", sagt der Maler Tobias Rehberger, einer von 50 Auskunftspersonen.

In ihrer Stellungnahme erarbeiten Philipp Oswalt und Julia Meer die Bauhaus-Leuchte, die als Sinnbild einer neuen industriellen Kultur diente. Sie ist nicht allein, wie die Ausstellung in Bonn aufzeigt.

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