Ausnahmeliste

Exceptionsliste

Vermeiden Sie Rückgriffe, und das bei einer therapiegerechten und gleichzeitig kostengünstigen Verschreibung - hier hilft die aktuelle "OTC-Ausnahmeliste". Gemischter Ausschuss entscheidet Ausnahmeliste - Die Übernahme der Kosten für freiverkäufliche Medikamente ist jetzt klar geregelt. In dieser Übersicht finden Sie Medikamente, die als Standard in der Behandlung schwerer Krankheiten gelten. Die Übersicht enthält beispielsweise Acetylsalicylsäure zur Nachsorge bei Herzinfarkt und Schlaganfall sowie nach arteriellen Eingriffen und Jodid zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Johanniskraut zur Behandlung mittelschwerer depressiver Episoden und Ginkgo biloba-Blattextrakt zur Behandlung von Demenz werden auch als pflanzliche Präparate erwähnt.

"Das G-BA hat seinen gesetzlichen Auftrag termingerecht erfüllt und diese nach technischen, medizinischen Kriterien zusammengestellt. Ärzten und Patienten ist nun klar, welche OTC-Präparate von den Krankenkassen ausnahmsweise erstattet werden", sagte Dr. Rainer Heß, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses heute in Siegburg. Er betonte, dass die Prüfung dieser Arzneimittel nicht auf den technischen Kriterien des wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweises, sondern vor dem Hintergrund der vom Gesetzgeber geforderten besonderen therapeutischen Richtungen beruht.

Nach dem Gesetz müssen seit dem ersten Januar 2004 alle rezeptfreien Medikamente vom Patienten bezahlt werden - Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und Jugendliche bis zum Alter von achtzehn Jahren mit Entwicklungsstörungen sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch die Patientenvertreter, die dem Gemeinsamen Bundesausschuss seit dem 1. Januar 2004 angehören, diskutierten die Übersicht im Plenum und auf Arbeitsebene.

Der beschlossene Änderungsbeschluss zur Arzneimittelrichtlinie tritt am 1. April 2004 nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft und steht dann auf der Website des Gemeinsamen Bundesausschusses www.g-ba zur Verfügung. Dies sind Medikamente zur Steigerung der sexuellen Potenz, zur Raucherentwöhnung, zur Regulierung des Körpergewichts und zur Verbesserung des Haarwuchses. Diese Übersicht gibt den gesetzlich vorgeschriebenen Ausschluss von der Verordnung an.

Auch die Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses erörterten den Einspruch des BMGS gegen die Entscheidung über die Sondenernährung. "In einem Testfall wäre der Gemeinsame Bundesausschuss an einer Klärung der Rechtmäßigkeit dieser Beschwerde interessiert gewesen", sagte der Vorsitzende, Dr. Rainer Heß, heute in Siegburg. "Das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vereinbarkeit der Festbetragsregelung nach § 35 SGB V mit dem europäischen Wettbewerbs- und Kartellrecht wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss begrüßt.

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